April 22

Tier entlaufen

Tier entlaufen
Auch wenn man noch so gut aufpasst, kann es passieren, daß die Katze zur Wohnungstür hinausspaziert und nicht wieder kommt, oder daß der Hund auf dem Spaziergang davonrennt und nicht mehr nach Hause findet. Viele aufgeregte Tierbesitzer sind dann ratlos und wissen nicht was zu tun ist.Wichtig ist zunächst die Vorbeugung: Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Tier zu kennzeichnen, so daß man den Besitzer leicht ausfindig machen kann. Für Hunde gibt es zum Beispiel verschiedene Anhänger fürs Halsband, in Herzform oder als Metallröhrchen, in die man einen Zettel mit Namen des Hundes, Namen des Besitzers und die Telefonnummer geben kann. Leider sind diese Anhänger oft unzuverlässig, da sie abreißen können. Deshalb ist es sinnvoll, ein breites Lederhalsband zu verwenden und die Angaben ins Innere des Halsbandes zu schreiben. Trotzdem kann es passieren, daß auch ein Halsband verloren geht, und Katzen sollte man sowieso kein Halsband umlegen, da sie damit hängenbleiben, oder sich gar strangulieren können. Die sicherste Methode ist daher, sein Tier, egal ob Hund oder Katze, tätowieren zu lassen. Dazu geht man zu seinem Tierarzt, der dem Tier eine Kennummer ins Ohr tätowiert. Bei Katzen sollte man dies am besten bei der ohnehin notwendigen Kastration durchführen lassen, die Kosten liegen dann nur bei ca. 5 Euro! Die Tätowierung ist zwar grundsätzlich sehr zuverlässig, dennoch kommt es vor, daß mit zunehmendem Alter des Tieres die Nummer verblasst. Deshalb hat sich immer mehr eine neuere Methode durchgesetzt. Hierbei wird ein winziger Microchip direkt unter die Haut injiziert. Dieser Vorfang erfordert nicht einmal eine Narkose. Später kann das Tier dann mit einem entsprechenden Lesegerät sofort identifiziert und der Besitzer verständigt werden. Bei Katzen empfehlen wir dennoch zusätzlich zum Chippen stets zu tätowieren, weil viele Menschen Freigängerkatzen gerne spontan adoptieren und nur die Täto-Nummer dagegen einen relativ zuverlässigen Schutz bietet. Täto-Nummer und Chipnummern kann man übrigens kostenlos beim Deutschen Haustierregister  des Deutschen Tierschutzbund e.V. registrieren lassen.

Die Kennzeichnung Ihres Tieres wird eine eventuelle Suche jedenfalls enorm erleichtern. Hier finden Sie noch einige Tips, die Ihnen im Notfall helfen werden:

Ist ein Hund in unbekanntem Gelände entlaufen, wartet man am besten an der Stelle, an der man ihn zuletzt gesehen hat. In der Regel hat der Hund einen guten Orientierungssinn und kommt dorthin zurück, um seine Menschen zu suchen. Wenn möglich sollte zusätzlich jemand zu Hause warten, manche Hunde machen sich auch aus entlegensten Gebieten auf den Heimweg. Bei Katzen sollte auch möglichst immer jemand zu Hause sein, damit das Tier, falls es doch nach Hause findet, nicht vor verschlossener Türe steht. Sie können natürlich zusätzlich einen Suchtrupp losschicken. Wichtig ist es auch, in Garagen, Kellern oder Abstellkammern, die selten benutzt werden, nachzusehen, ob die Katze nicht versehentlich eingesperrt wurde. Bleibt die erste Suche erfolglos gibt es noch keinen Grund zur Verzweiflung.

Der nächste Schritt ist der Anruf im Tierheim. Melden Sie dort wann und wo Ihr Hund / Ihre Katze entlaufen ist und geben Sie eine möglichst genaue Beschreibung. Vielleicht haben Sie Glück und er / sie ist bereits dort! Oder man kann Sie zurückrufen wenn er / sie später noch gebracht wird.

Für den Fall, daß Ihr Tier angefahren wurde, sollten Sie auch bei den Tierärzten nachfragen, ob es vielleicht verletzt dorthin gebracht wurde.

Hilfreich ist oft auch eine Zeitungsannonce (evtl. mit Bild oder Ausschreiben einer Belohnung). Bitten Sie auch Ihre Nachbarn darum, nach Ihrem Tier Ausschau zu halten.

Zusätzlich können Sie in dem Gebiet, in dem Ihr Hund/Ihre Katze verschwunden ist, Zettel aufhängen.

Mit etwas Glück sind Sie und Ihr Tier dann bald wieder vereint.