Nicht alle schaffen es...

Hunderte von Tieren dürfen unser Tierheim jedes Jahr verlassen und in ein neues Zuhause umziehen.

Doch manche erhalten keine Chance und beenden ihr Leben, ohne nocheinmal die fürsorgliche Liebe eines festen Zuhauses erlebt zu haben. Wir stehen unseren Schützlingen bis zuletzt bei - doch wir wissen, daß wir ein "echtes" Frauchen oder Herrchen gerade in der allerletzten Phase des Lebens kaum ersetzen können.

 

Die Pflicht zu helfen, wenn es soweit ist...

Bin ich einst gebrechlich und schwach
Und quälende Pein hält mich wach
Was du dann tun musst - tu es allein,
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass du sehr traurig, verstehe ich wohl,
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen,
muss deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten in Jahren voller Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!

Begleite mich dahin, wo ich hingehen muss,
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit  - ich bin sicher - wirst du es wissen,
es war deine Liebe, die du mir erwiesen,
Vertrauender Laut ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme dich nicht, wenn du es einst bist
- der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint,
Es soll nicht sein, dass dein Herz um mich weint.

 

Abschied 2009

BLACKY
im Alter von 16 Jahren eingeschläfert
Er kam bereits hochbetagt und fast blind ins Tierheim, nachdem sein Frauchen ins Altenheim mußte. Über ein Jahr hat er noch bei uns gelebt.

 

ALBERT
im Alter von 13 Jahren eingeschläfert
Albert lebte von 2001 - 2009 bei uns - mehr als die Hälfte seines ganzen Lebens. Seine Vorgeschichte war unbekannt. Tumore bereiteten ihm zuletzt große Schmerzen, so daß wir uns entschlossen, ihn zu erlösen.

 

REX
eingeschläfert im Alter von 15 Jahren
Sein Alter und sein schwieriger Charakter gaben ihm nie eine wirkliche Chance auf Vermittlung. Im schon biblischen Alter von 15 Jahren, nach 6 Jahren im Tierheim, mußten wir ihn von seinen Schmerzen erlösen.

 

TEDDY
eingeschläfert mit ca. 9 Jahren.
Sein ganzes Leben lang wurde Teddy nur herumgereicht und schlecht behandelt. Das Tierheim hätte seine Chance auf einen schönen Lebensabend sein können. Er lebte jedoch nur vier Monate bei uns. Es war vermutlich ein Hirntumor, der zu fortschreitenden Lähmungen führte.

 

Abschied 2010

LUPO
gestorben im Alter von 2 - 3 Jahren
Lupo starb trotz Impfung an Parvovirose. Das Tierheim sollte seine Chance auf ein neues Leben sein, denn er hatte nur Vernachlässigung und Rohheit erfahren. Wir haben ihm gewünscht, daß er noch viele friedliche Jahre und menschliche Zuwendung hätte erfahren dürfen. Nun hat seine ängstliche Seele auf diese Weise Ruhe gefunden.

 

APOLLO
eingeschläfert im Alter von ca. 15 Jahren
Apollo lebte über sieben Jahre bei uns. Als Staffordshire-Terrier, der aufgrund amtlicher Beschlagnahmung ins Tierheim kam, hatte er nie wirklich eine Chance auf eine Vermittlung. Seinen Lebensabend durfte er im Büro der Tierheimleiterin verbringen. In Frieden ergraut konnte er schließlich kaum noch stehen und laufen und durfte in den Armen seiner Betreuerin einschlafen.

 

BUBI
im Alter von 13 Jahren eingeschläfert
Bubi kam im März 2008 zu uns. Sein Frauchen war gestorben, seine Verwandten ließen ihn zunächst in einer Pferdebox vor sich hinvegetieren, dann gaben sie ihn im Tierheim ab. Im Juni 2010 mußte er wegen einer Lungenkrankheit eingeschläfert werden. Seine Gassigeherin, die ihn über die Jahre betreute, war bei ihm.

 

EDDY
im Alter von mind. 11 Jahren eingeschläfert
Eddy lebte fast 8 1/2 Jahre im Tierheim. Er war anfangs ein schwieriger, bissiger Hund, der sich jedoch zu einem ruhigen, freundlichen Hund entwickelte. Aufgrund seiner Scheu und Skepsis fand er jedoch nie ein neues Zuhause. Seine letzte Reise hat der alte Knabe in den Armen einer Tierpflegerin angetreten, die er sehr liebte.

 

Die Regenbogenbrücke...

Die meisten Tierfreunde kennen die Idee der Regenbogenbrücke...

An einer Stelle der Ewigkeit gibt es einen Platz, den man Regenbogenbrücke nennt.
Wenn ein Tier stirbt, das eng mit jemandem zusammengelebt hat, begibt es sich zu dieser Regenbogenbrücke.
Dort gibt es Wiesen und Hügel für all unsere speziellen Freunde,
damit sie laufen und zusammen spielen können. Es gibt eine Menge Futter und Wasser und Sonnenschein und unsere Tiere fühlen sich wohl und zufrieden.
Alle Tiere, die einmal krank waren, sind wieder heil und stark, so wie wir uns an sie in unseren Träumen erinnern, wenn die Zeit vergeht.

Die Tiere sind glücklich und haben alles, außer einem kleinen bisschen;
Sie vermissen jemanden bestimmtes, jemanden, den sie zurückgelassen haben.

Sie alle laufen und spielen, aber der Tag kommt, an dem eines sein Spiel plötzlich unterbricht und in die Ferne schaut. Die hellen Augen sind aufmerksam, der Körper ist unruhig. Plötzlich trennt es sich von seiner Gruppe, fliegt förmlich über das grüne Gras, seine Beine tragen es schneller und schneller.
Noch bist Du wie ein Punkt in der Unendlichkeit, doch wenn Du und Dein Freund sich dann endlich treffen, gibt es nur noch Wiedersehensfreude, die nicht enden will.
Die glücklichen Küsse regnen über Dein Gesicht, Deine Hände streicheln wieder über den geliebten Kopf und Du siehst einmal mehr in die treuen Augen Deines Tieres, die Du lange nicht mehr gesehen, die Du aber niemals aus Deinem Herzen gelassen hast.

Dann geht Ihr zusammen über die Regenbogenbrücke.

 

Das Testament eines Haustiers

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben
denen zu hinterlassen, die sie lieben.
 
Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.
 
Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.
 
Wenn ich einmal sterbe, dann sag´ bitte nicht:
Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!
 
Such Dir eine einsames, ungeliebtes Tier aus
und gib´ ihm meinen Platz.
 
Das ist mein Erbe.
 
Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
was ich geben kann.
 
(Margaret Trowton, verändert)