April 16 | Posted by Vorstand Tierschutzverein Zwickau in Allgemein | 0 comments

Aktion: Menschen schützen – Tieren helfen!

Warum wir Tierschützer uns für das Tragen von „Masken“ einsetzen? Tierschutz und Menschenschutz, das gehört untrennbar zusammen, denn das Recht auf Gesundheit und Leben gilt für alle. Und genau darum geht es beim Tragen einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung: Es geht dabei nicht um uns selbst, sondern um den Schutz ANDERER. Warum? Es ist bekannt, daß man mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert sein kann, ohne Symptome zu zeigen. Das ist gefährlich, denn man fühlt sich gesund, kann andere aber anstecken. Mit dem Tragen einer einfachen, selbstgenähten Mund-Nasen-Bedeckung können wir das Risiko, andere zu infizieren, die lebensbedrohlich an Covid-19 erkranken könnten, stark reduzieren. In Asien ist diese Form der Rücksichtnahme schon seit Jahren verbreitet, warum nicht auch bei uns? Klar, es sieht ungewohnt aus, ist vielleicht lästig, aber ist das nicht nebensächlich, wenn man damit die Gesundheit und das Leben anderer schützen kann?

Weiterhin gilt natürlich: Zuhause bleiben und Abstand halten, sind die zwei wichtigsten Grundregeln, aber wenn wir „raus müssen“ und in die Nähe anderer kommen, z.B. beim Einkaufen, können wir mit dem Tragen einer Maske Respekt für andere zeigen und leben. – UPDATE: Kurz nach Beginn unserer Aktion wurde das Tragen von Masken in Sachsen Pflicht, andere Bundesländer folgen…

Da die in den Kliniken und in Pflegeberufen verwendeten Gesichtsmasken dringend benötigt werden und absehbar noch über Wochen weltweit Mangelware sein werden, ist das Tragen eines selbstgenähten Schutzes eine tolle Alternative. Du hast weder Baumwollstoff noch eine Nähmaschine? Kein Problem, denn wir haben ein liebes Vereinsmitglied gefunden, die begeistert näht und die Aktion „Menschen schützen – Tieren helfen“ gestartet.

Und so geht’s:

Für die Bestellung der Masken wendet euch bitte an Lyciane Massalsky, am einfachsten per WhatsApp oder telephonisch (sollte sie mal nicht rangehen, ruft sie zurück): 0152/37289353 oder über Facebook-PN: https://www.facebook.com/lyciane.massalsky

Die Masken gibt es in drei Größen: Kinder, Jugendliche/Frauen und Männer. Sie verfügen über einen Nasendraht, der vor dem Waschen herausgenommen werden kann. Es handelt sich um Baumwollstoff, es ist ausreichend, ihn bei 60 °C zu waschen, um mögliche Corona-Viren abzutöten. Alternativ kann man eine Sterilisation im Backofen bei 70 °C vornehmen oder den Mundschutz in der Mikrowelle sterilisieren (Achtung: Nasendraht zuvor entfernen), Anleitungen findet man ausreichend im Internet. Wer die Masken täglich über längere Zeit tragen möchte, sollte deshalb über zwei Masken nachdenken, die dann wechselnd wieder getrocknet / sterilisiert werden können.

Rein formal weisen wir darauf hin, daß es sich bei den Masken nicht um medizinische Produkte handelt, sondern um „Community-Masken“, wie sie im neueren Sprachgebrauch bezeichnet werden.

Da der Stoff, aus dem die Masken genäht werden, immer mal wechselt, hält Frau Massalsky eine kleine Auswahl bereit, so daß auf Wünsche eingegangen werden kann. Wer sich die Versandkosten sparen möchte, kann die fertigen Masken gern bei Frau Massalsky in Vielau, nahe des Tierheims, abholen.

UND WARUM HELFEN WIR MIT DEM KAUF DEN TIEREN? Ganz einfach: Die Masken sind etwas teurer als anderswo, von jeder verkauften Maske gehen aber 5 Euro an unseren Verein und kommen somit den Tieren zugute! Da die Corona-Krise auch für unser Tierheim eine große Belastung ist, weil die Tierpensionen abgesagt werden und fehlende Besucher auch weniger Spenden bedeuten, könnt ihr uns so wirkungsvoll helfen und gleichzeitig andere Menschen schützen!

UPDATE / WEITERE INFORMATIONEN, STAND 22.04.2020:

Seit Beginn der Aktion mußte Frau Massalsky ihre Preise etwas anheben, weil mit Beginn der Maskenpflicht in Sachsen plötzlich sehr viele Menschen bestellt haben und sie keinen Stoff mehr hatte. Um die langen Lieferzeiten im Online-Handel zu umgehen, wurde Stoff im örtlichen Stoffladen nachgekauft, der natürlich teurer ist, denn sie achtet bei der Auswahl der Stoffe darauf, daß diese vom Hersteller als für eine 60 °C-Wäsche geeignet ausgewiesen werden. Schon vor der Preiserhöhung waren manche Menschen aber der Meinung, daß der Selbstkostenanteil, den Frau Massalsky einnimmt, zu hoch sei. Dazu folgendes: Auf den ersten Blick ist es tatsächlich so, daß man schlicht ein kleines Stück Stoff in der Hand hält. Doch das hat es in sich, denn die vielen Arbeitsschritte kann man als Laie kaum sehen. Vor der Verarbeitung wird der Baumwollstoff gewaschen, getrocknet und gebügelt. Dann werden die Formen ausgeschnitten, jede Maske erhält zwei Schichten. Auch die Bänder müssen zugeschnitten werden. Die Stoffstücke werden rundum eingefasst. Die Falten, die später dafür sorgen, daß die Maske sich auffaltet und den Konturen des Gesichts anpassen kann, werden eingebügelt. Verschiedene Nähte verbinden nicht nur die Teile, sondern sorgen z.B. auch dafür, daß der Nasendraht vor dem Waschen oder vor der Sterilisation in der Mikrowelle herausgenommen werden kann. Zu all dem nimmt Frau Massalsky sich die Zeit, ihren Kunden Vorschläge für die Stoffe zu unterbreiten und kann so eine gewisse Auswahl anbieten. Auch das kostet Zeit. Seit Tagen arbeitet die zweifache Mutter zweier kleiner Kinder, die auch noch in Teilzeit arbeitet, bis in die Nacht hinein. Wer da tatsächlich meint, daß sie dabei mit „so einem kleinen Stofflappen“ zuviel verdient, der kann ja schauen, wo er billigere Masken herbekommt. Vermutlich hergestellt in Bangladesh oder „am Finanzamt vorbei“.

Wir haben Preise verglichen: Eine Apotheke bietet derzeit Einmalmasken für 1,25 Euro an, wohlgemerkt ein Wegwerfprodukt, spätestens in der zweiten Woche lohnt sich die Anschaffung einer waschbaren Maske, da uns die Maskenpflicht noch viele Monate begleiten wird. In einem kleinen Laden mit Haushaltswaren kosteten wesentlich einfachere, weiße Masken 10,95 Euro, einfache waschbare Masken in der Apotheke, die sich nicht dem Gesicht anpassen, 8,50 Euro pro Stück. Und dabei geht kein Cent an den guten Zweck.